Online-Banking Verfahren iTan, mTan, smartTan erklärt

Online-Banking Verfahren und Sicherheites gibt viele Online-Banking Verfahren nur welches ist sicher und welches ist eher unsicher. Hier gehe ich auf die Funktionsweise der Online-Banking Verfahren drauf ein und auf die Risiken, Vor- und Nachteile.

Tan

Beim ganz klassischem Tan-Verfahren wird ein Tan zur Bestätigung der Transaktion (Überweisung …) benötigt. Da kein spezifischer Tan ausgewählt werden muss, gilt dieses System als veraltet und als relativ unsicher.

Sicherheit: unsicher Empfehlung: sollte nicht genutzt werden

iTan

Beim iTan-Verfahren wird ein bestimmter Tan zur Transaktion benötigt. Die Tanliste hat ca. 120 Tans und die Bank benötigt einen ganz bestimmten Tan, damit die Transaktion ausgeführt werden kann, z. B. die Positionsnummer 66 und die dazugehörige Tan muss eingegeben werden. Dieses Verfahren ist sicherer als das klassische Tan-Verfahren und sofern Sie einen aktuellen Virenscanner und Firewall nutzen und gewissenhaft auch keine unbekannten Phishingmails öffnen, dann sollte es vergleichsweise sicherer sein.

Sicherheit: sicherer Empfehlung: bei gewissenhaftem Umgang

mTan

Beim mTan-Verfahren geben Sie zuerst den Überweisungsvorgang ganz normal per Online-Banking ein. Nachdem dies gemacht und von Ihnen bestätigt wurde, erhalten Sie eine SMS mit der Tan und nochmals mit den Kontoempfängerdaten. Diese sollten Sie ebenfalls nochmal gründlich prüfen und den Tan zur Abschließung der Transaktion im Online-Banking Interface eingeben.

Sicherheit: sicher aufgrund 2 verschiedener Geräte Empfehlung: ja

SmartTan optic, ChipTan

Beim SmartTan optic auch ChipTan genannt handelt es sich um einen Tan-Generator (kostet zwischen 10 und 15 Euro) der einen Steckplatz für eine Bankkarte hat. Zuerst wird die Überweisung per PC, Smartphone oder Tablet ganz normal im Online-Banking Interface eingegeben und zur Bestätigung wird eine Tan generiert. Dafür halten Sie ihr Gerät inklusiver ihrer eingesteckten Bankkarte innerhalb des Pfeilbereichs ihres Gerätes an das Flickerbild innerhalb des Pfeilbereichs aneinander und das Gerät liest den Code aus. Nachdem der Code komplett ausgelesen wurde, wird ein Tan generiert und Sie müssen diesen zur Transaktionsbestätigung im Online-Banking eingeben. Da 2 voneinander unabhängige Geräte verwendet werden, gilt dieses System als sicher.

Sicherheit: sehr hoch Empfehlung: sehr empfehlenswert

photoTAN

Im Online-Banking geben Sie wie gewohnt die Überweisung ein und werden aufgefordert das Bild auszulesen. Daraufhin können Sie mit dem Smartphone, Tablet (spezielle App wird benötigt) oder einem speziellen Lesegerät bei einer Transaktion das Bild auslesen und bekommen einen Tan inklusive der Empfängerdaten der Überweisung generiert. Nun bestätigen Sie im Online-Banking bei der jeweiligen Überweisung mit dem generierten Tan die Transaktion, die daraufhin ausgeführt wird. Empfehlenswerter ist allerdings das Lesegerät zu nutzen, da es sicherer ist.

Sicherheit: hoch Empfehlung: insbesondere bei Einsatz mit dem Lesegerät

HBCI

Das HBCI Verfahren wird eher von Firmen und weniger von Privatkunden verwendet, da es komplizierter und kostenaufwendiger ist. Zuerst wird eine Online-Banking Software benötigt, dann das HBCI Lesegerät und eine signierte spezielle HBCI Bankkarte. Sofern Sie die Überweisung durch die Software abgeschickt haben, müssen Sie das HBCI Gerät per USB angeschlossen und die spezielle HBCI Karte eingesteckt haben. Daraufhin werden Sie aufgefordert ihre Pink per Tastatureingabe des HBCI Geräts einzugeben. Nach erfolgreicher Eingabe der richtigen Pin ist die Transaktion erledigt.

Sicherheit: sehr hoch da spezielle HBCI Karte Empfehlung: sehr empfehlenswert

Fazit: Auf das klassische Tan-Verfahren sollte verzichtet werden, iTan ist bei einem gewissenhaften Umgang mit dem PC, Smartphone und Tablet sinnvoll. Nach Möglichkeit sollte auf das mTan, oder SmartTan/ChipTan Verfahren gesetzt werden. Um Online-Banking nutzen zu können, sollten die Geräte einen aktuellen Virenscanner und gegebenenfalls ein Firewall Programm besitzen. Phishing-Mails also Mails von Betrügern sollten nie geöffnet werden und keine Bank wird Sie nach ihrer Pin/Tan etc. fragen. Online-Banking bei ihrer Bank sollte immer per verschlüsselter Verbindung (https:// statt http://) aufgerufen werden. Ein 100-prozentig sicheres System gibt es natürlich nicht und man sollte darauf achten aktuelle Schutzsoftware (Firewall, Antivirus Scanner) zu benutzen und Unbekannte Emails niemals zu öffnen, dies senkt das Risiko durch Online Betrug sehr deutlich.

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