gesetzliche Einlagensicherung bei Girokonten

gesetzliche Einlagensicherung bei Girokonten
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Die Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Gemeinschaftskonten haben also den doppelten Schutz von 200.000 Euro.

Die Einlagensicherung gilt für Girokonten, Tagesgeld, Festgeld, Sparguthaben und Sparbriefe sowie Währungskonten in Euro oder Fremdwährungskonten in einer anderen Währung. Nicht versichert sind jedoch Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagezertifikate.

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) schützt Guthaben bis zu 100.000 Euro

In Deutschland ist für die Entschädigung der Kunden die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) zuständig. Diese sorgt für die Einhaltung aller Regeln, die Umsetzung und die Entschädigung der Kunden.

Seit dem 1 Januar 2011 liegt die Grenze bei 100.000 Euro und alle Banken, die in der EU zugelassen sind unterliegen diesem Schutz ohne Wenn und Aber.

Anlegerschutzverbesserung im Jahre 2015

Am 03.07.2015 tritt das Gesetz zur Umsetzung der europäischen Richtlinie für Einlagensicherungssysteme in Kraft und hat folgendes verbessert:

  • es werden alle Währungskonten geschützt, früher würden nur EURO und EU Währungskonten geschützt
  • der Schutzumfang kann unter besonderen Umständen 500.000 Euro betragen, wie bei einem Immobilienverkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie oder einem besonderen Lebensereignis, wie : Heirat, Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand, Kündigung, Entlassung, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung oder Tod. Wobei der erhöhte Schutz für 6 Monate ab Einzahlung des Geldbetrages gilt.
  • Einleger müssen zukünftig keinen Antrag mehr auf Entschädigung stellen, da dies automatisch durch das Einlagensicherungssystem erfolgt.
  • Kunden, die das Geld bei einer Zweigstelle einer Bank anlegen, die im EWR (Europäischen Wirtschaftsraumes) sprich (EU + Norwegen, Island und Lichtenstein) ist, wird die Entschädigung durch die deutsche Einlagensicherung ausgeführt, die im Auftrag der ausländischen Einlagensicherung handelt.
  • die Fristen zur Auszahlung wurden ab dem 1 Juni 2016 verkürzt und betragen nun 7 Arbeitstage anstatt 20

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