Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB)

Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher BankenNeben der gesetzlichen Einlagensicherung, die Pflicht ist in der Europäischen Union (EU), gibt es für private Banken noch die Möglichkeit in einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken einzutreten, um Kundenguthaben über 100.000 Euro pro Person zu schützen. Dies gilt nicht für Sparkassen und Landesbanken, sowie für Volks- und Raiffeisenbanken, die haben ein eigenes Sicherungssystem.

Sicherungsgrenze liegt bei bis zu 20 % des Eigenkapitals

Ab dem Jahr 2015 liegt die Sicherungsgrenze bei 20 % des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Ab 2020 liegt diese Grenze noch bei 15 % und ab 2025 bei 8,75 % des haftenden Eigenkapitals und dies gilt pro Kunde. Um am freiwilligen Sicherungsfonds überhaupt teilnehmen zu können, muss die Bank mindestens 5 Millionen Euro Eigenkapital nachweisen können.

Die Höhe des Sicherungsschutzes durch den Einlagensicherungsfonds selber prüfen

Da sich die Höhe der Einlagensicherung pro Kunden und Bank an den haftenden Eigenkapital der jeweiligen eigenen Bank richtet kann man die Sicherungsgrenze selber beim Einlagensicherungsfond erfragen. Bei dem bei mir im Girokonto Vergleich gelisteten Banken findet man die Informationen auf den Detailbeschreibungen der Anbieter.

So prüfen Sie ob die eigene Bank im privaten Einlagensicherungsfonds ist

Um herauszufinden ob die eigene Bank an dem privaten Einlagensicherungsfonds überhaupt teilnimmt, kann bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken geprüft werden. Dafür muss dann lediglich nur die Bank ausgewählt werden und die Adresse muss angegeben werden, da es nur wie eine schriftliche Anfrage bearbeitet werden kann. Innerhalb von wenigen Sekunden bekommen Sie die Sicherungsgrenze der jeweiligen Bank als Schreiben per Email zugeschickt.

Mitgliedsbanken zahlen selber in den Sicherungsfonds ein

Damit der Sicherungsfonds überhaupt genug Finanzmittel aufweisen kann, zahlen die Mitgliedsbanken jährlich ihre Umlagen an den Sicherungsfonds, der das Geld sicher anlegen muss. Die Summe, die im Sicherungsfonds steckt ist unbekannt. In über 30 Jahren hat es über 30 Sicherungsfälle gegeben und alle wurden zu 100 % bedient. Es ist allerdings fraglich, ob bei einer Systematischen Bankenkrise der Fonds in der Lage wäre alle bedienen zu können vermutlich würde der Staat bzw. Steuerzahler erneut einspringen müssen.

Es ist eine nette zusätzliche Sicherung, aber um auf Nummer sicher zu gehen, sollte das Guthaben, was über 100.000 Euro auf einem Girokonto oder Tagesgeldkonto liegt auf mehrere Banken verteilt werden.

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